Öffentliche Veranstaltung

Wir freuen uns, Ihnen mitzuteilen, dass Sogyal Rinpoche während des Wochenendes vom 2. – 4. Oktober 2015 in Zürich lehren wird.

Mit seiner bemerkenswerten Gabe, die Essenz des tibetischen Buddhismus auf authentische und für den modernen Geist zutiefst relevante Weise zu vermitteln, zählt Sogyal Rinpoche zu den bekanntesten Lehrern unserer Zeit.

Rinpoche gelingt es immer wieder, eine warmherzige und von Liebe und durchdringender Einsicht erfüllte Atmosphäre zu schaffen, als würde er direkt das Herz eines jeden Teilnehmers ansprechen.

Menschen überall auf der Welt sind beeindruckt von Rinpoches Fähigkeit, die Lehren zu kommunizieren und bestätigen, welche Kraft sie haben: Sie vermitteln einen Einblick in die innerste Natur des Geistes, bewirken eine dauerhafte Transformation und erwecken in uns die Zuversicht, die Herausforderungen des täglichen Lebens bewältigen zu können.

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Liebe Leserinnen und Leser von tired.ch.

Mit den vielen Links zu buddhistischen Zentren und den zwei Videos könnte die Meinung entstehen, dass Meditation nur etwas mit dem tibetischen Buddhismus oder einer Religion zu tun hat. Dem ist aber nicht so. Meditation geht über Religion hinaus. Sie müssen auch nicht in irgendein Meditations-Zentrum gehen, wenn es Ihre Gesundheit nicht zulässt.

Hilfe durch Meditation
Besonders am Anfang meiner Krankheit mit CFS/ME drehten sich meine Gedanken fast den ganzen Tag um die schrecklichen Symptome dieser Krankheit. Aber auch darum, dass das Umfeld von mir nicht glauben wollte, dass CFS/Me so schlimm ist, dass man nicht einmal mehr vom Bett aufstehen, geschweige denn nach draussen gehen kann. Wie kann man diese Gedanken durchbrechen? Was kann man also machen damit sich der Geist nicht immer mit der Krankheit und allem was damit zusammenhängt beschäftigt (Immer weniger Freunde. Bekannte wenden sich ab. Alle Arten von Ängsten)?

Die Antwort heisst Meditation
Meditation kann Ihnen helfen, mit Ihren Gedanken besser klarzukommen. Sie hilft Ihnen, ihren Geist zu beruhigen. Sie werden sich, je länger Sie Meditation praktizieren, immer mehr der Gedanken und Emotionen gewahr. Meistens sind wir uns nicht einmal bewusst was wir gerade denken, wie durch unsere Gedanken Emotionen entstehen und daraus unsere Handlungen. Wir kleben an jedem unserer Gedanken fest und machen daraus die grössten Geschichten und verstricken uns dadurch immer mehr in unsere Gedanken und Emotionen oder die Symptome unserer Krankheit.

Wenn wir etwas vertrauter mit der Meditation sind, werden wir die Gedanken und Emotionen erkennen, wenn sie aufsteigen. Es wird uns möglich sein, nicht immer danach zu greifen und uns darin zu verstricken, sonder sie ganz einfach wahrzunehmen und sie vorbeiziehen zu lassen.

Was für Gedanken und Emotionen sich auch immer einstellen mögen, lassen Sie sie einfach entstehen und wieder vergehen, wie Wellen im Ozean. Was immer Sie denken, lassen Sie die Gedanken auftauchen und wieder verschwinden, ohne irgendeinen Zwang. Greifen Sie nicht nach Ihnen, füttern Sie sie nicht und schwelgen Sie nicht in ihnen, haften Sie nicht an ihnen und versuchen Sie nicht sie zu verfestigen. Folgen Sie den Gedanken weder, noch laden Sie sie ein. Seien Sie wie der Ozean der seine Wellen betrachtet, oder wie der Himmel, der auf die Wolken die durch ihn hindurchziehen, hinabschaut.

Sie werden bald merken, dass Gedanken kommen und gehen wie der Wind. Das Geheimnis ist nicht über die Gedanken „nach zudenken“, sondern sie einfach fliessen zu lassen, gleichzeitig aber den Geist frei von Nachgedanken zu halten.

Körperhaltung während der Meditation


Sinn und Zweck einer richtigen Haltung ist es, ein inspirierendes Milieu für Ihre Meditation zu erzeugen. Es besteht eine Verbindung zwischen Körperhaltung und geistiger Einstellung. Da Körper und Geist miteinander verbunden sind, entsteht Meditation auf natürliche Weise, wenn Ihre Haltung und Ihre Einstellung inspiriert sind.

Wir sollten eigentlich mit kerzengeradem Rücken auf einem Meditations-Kissen oder einem Stuhl sitzen. Da dies für die meisten von uns nicht möglich ist, können wir die Meditation auch im Liegen machen. Wir sollten aber dennoch darauf achten, dass unser Rücken so gerade wie möglich ist.

Die Augen sollten Sie einen Spalt offen lassen, dies ist ein sehr wichtiger Punkt. Wenn Sie empfindlich auf äussere Einflüsse reagieren, kann es zu Beginn Ihrer Praxis hilfreich sein, die Augen für eine Weile zu schliessen und sich still nach innen zu wenden. Fixieren Sie den Blick nicht auf irgendetwas Bestimmtes; wenden Sie sich stattdessen mehr nach innen und lassen Sie den Blick sich ausdehnen und immer offener und grosszügiger werden.

Es gibt mehrere Gründe dafür die Augen offen zu lassen. Mit offenen Augen werden Sie weniger leicht einschlafen. Und schliesslich ist Meditation ja auch kein Mittel, um vor der Welt davonzulaufen oder in die tranceähnlichen Erfahrungen eines veränderten Bewusstseinszustandes zu flüchten. Im Gegenteil, sie ist ein direkter Weg, uns zu einem tieferen Verständnis unserer selbst und zu einem angemessenen Umgang mit dem Leben und der Welt zu verschaffen.

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Eine Meditationsmethode
Atmen Sie beim Meditieren ganz natürlich, so wie immer. Richten Sie die Aufmerksam sanft auf das Ausatmen. Wenn Sie ausatmen, fliessen Sie ganz einfach mit dem Atem. Mit jedem Ausatmen lassen Sie los und befreien all Ihr Greifen und Festhalten. Jedes mal wenn Sie ausgeatmet haben und bevor Sie wieder einatmen, finden Sie eine ganz natürliche Lücke – wenn das Greifen sich löst.

Ruhen Sie in dieser Lücke, in diesem offenen Raum. Und wenn Sie dann wieder ganz natürlich einatmen, konzentrieren Sie sich nicht speziell auf das Einatmen, sondern lassen den Geist wieder in der Lücke ruhen, die sich aufgetan hat.

Es ist wichtig, dass Sie sich während der Übung nicht auf mentales Kommentieren, Analysieren oder inneres Geschwätz einlassen. Verwechseln den ständigen Kommentar in ihrem Geist („Jetzt atme ich ein, jetzt atme ich aus“) nicht mit Achtsamkeit; wichtig ist die reine Präsenz.

Konzentrieren Sie sich auch nicht zu sehr auf den Atem. Legen Sie etwa 25% der Aufmerksamkeit auf den Atem. Achtsamkeit alleine reicht aber nicht aus. Obwohl Sie eigentlich den Atem beobachten sollten, werden Sie sich manchmal nach ein oder zwei Minuten mitten in einem Fussballspiel wieder finden oder in der Hauptrolle Ihres selbst inszenierten Films. Darum sollten weitere 25% einem beständigen, beobachtenden Gewarsein gewidmet sein, das die Übersicht behält und aufpasst, ob Ihre Achtsamkeit noch auf den Atem gerichtet ist. Die restlichen 50% lassen Sie verweilen, gelassen und offen.

Je achtsamer Sie dem Atem gegenüber werden, desto mehr sind Sie in der Gegenwart (im Jetzt); Sie bringen die Fragmente, in die Sie zersplittert sind, wieder zu einer Ganzheit zusammen.

Indem Sie dann darüber hinausgehen den Atem „zu beobachten“, identifizieren Sie sich allmählich mit ihm, als würden Sie selbst zum Atem. Langsam werden der Atem, das Atmen und der Atmende eins – Dualität und Trennung lösen sich auf.

Wie wir lernen uns selbst zu lieben

Entdecken, wer wir wirklich sind

Frieden, Mitgefühl und Weisheit finden

Der Sinn des Lebens

Wer sind wir?

Awake, Sydney 2013

DAS TIBETISCHE BUCH VOM LEBEN UND VOM STERBEN

Meditation ist ein Weg, uns zu uns selbst zurück zu bringen. Wir können so vollständig von unserem Wesen einen Geschmack bekommen und es jenseits aller Gewohnheitsmuster erfahren. In der Stille und Ruhe der Meditation erhalten wir einen Einblick in diese tiefe, innere Natur, die wir vor ewigen Zeiten in der Abgelenktheit und hektischen Geschäftigkeit unseres Geistes aus den Augen verloren haben, und kehren zu ihr zurück.

Für alle, die mehr über Meditation erfahren möchten: Im Kapitel 5 des Tibetischen Buchs vom Leben und vom Sterben finden Sie eine vollständige Anleitung zur Meditation. Auch die hier verwendeten Texte stammen aus diesem Buch.

Das tibetische Buch vom Leben und vom Sterben: Ein Schlüssel zum tieferen Verständnis von Leben und Tod