Ergänzungsleistungen


Amt für Sozialbeiträge der Stadt Basel
Grenzacherstrasse 62
4005 Basel
Te. 061 267 86 65/66
Fax 061 267 86 44
Mail asb@bs.ch

Öffnungszeiten
Was sind Ergänzungsleistungen und kantonale Beihilfen?
Ergänzungsleistungen und kantonale Beihilfen sind Zusatzrenten zur eidgenössischen Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) und zur Invalidenversicherung (IV). Diese Leistungen sind für Rentnerinnen und Rentner bestimmt, die in bescheidenen wirtschaftlichen Verhältnissen leben, bzw. hohe Krankheits- oder Heimkosten haben. Sie sichern den Bezügerinnen und Bezügern ein angemessenes Mindesteinkommen.

Personen, welche die rechtlichen, persönlichen und wirtschaftlichen Voraussetzungen erfüllen, haben einen gesetzlichen Anspruch auf diese Leistungen. Die Leistungen sind auch dann nicht rückzahlbar, wenn sich die Einkommens- oder Vermögenssituation zu einem späteren Zeitpunkt wesentlich verbessert.

Während die Ergänzungsleistungen gesamtschweizerisch geregelt und vom Bund mitfinanziert sind, handelt es sich bei den kantonalen Beihilfen um rein kantonale Leistungen. Ergänzungsleistungen und kantonale Beihilfen müssen beantragt werden.

Wie hoch sind die Ergänzungsleistungen?
Die Höhe der Leistungen wird einerseits durch die Höhe der Einkünfte und Vermögenswerte, andererseits durch Ausgaben wie Wohn- und Heimkosten bestimmt. Der ausgerichtete Betrag entspricht der Differenz zwischen den anrechenbaren Einnahmen und den anerkannten Ausgaben. Die genaue Berechnung erfolgt gemäss den in Gesetz und Verordnung festgelegten Regeln. Eine allfällige Anspruchsberechtigung lässt sich annäherungsweise am einfachsten mittels »
Selbstberechnungsblatt bestimmen.

Bei der Berechnung der Ergänzungsleistungen (Jahr 2009) werden für den allgemeinen Lebensbedarf für Alleinstehende zu Hause CHF 1'560.–, für Ehepaare CHF 2'340.– pro Monat berücksichtigt. Zusätzlich wird der Bruttomietzins bis monatlich maximal CHF 1'100.– (Alleinstehende), bzw. CHF 1'250.– (Ehepaare) angerechnet.

Ergänzungsleistungen zur AHV und IV

Für Heimbewohner/-innen werden in der Regel die effektiven Heimtaxen sowie monatlich CHF 385.– für die übrigen Auslagen angerechnet.

Zusätzlich werden auch die durchschnittlichen Kosten für die obligatorische Krankenversicherung (Grundversicherung) berücksichtigt und in der Regel direkt an die Krankenkasse bezahlt. Ebenso werden die Franchise und die Selbstbehalte bis insgesamt max. CHF 1000.– pro Jahr vergütet (siehe Merkblatt Krankheitskosten zu Hause resp. Merkblatt Krankheitskosten Heim-/Spitalaufenthalt). Ferner erhalten Bezüger/-innen von Ergänzungsleistungen und kantonalen Beihilfen im Kanton Basel-Stadt automatisch einen Beitrag an das Umweltschutzabonnement, welches zur unbeschränkten Benützung der öffentlichen Verkehrsmittel berechtigt und werden auf Antrag von der Entrichtung der » SRG-Gebühren befreit.
Wie hoch sind die kantonalen Beihilfen?
Die kantonalen Beihilfen werden in der Regel als Zusatzleistung zu den Ergänzungsleistungen ausgerichtet. Voraussetzung für den Bezug kantonaler Beihilfen ist der Wohnsitz im Kanton Basel-Stadt während 10 Jahren innerhalb der letzten 15 Jahre.

Die monatliche kantonale Beihilfe für zu Hause wohnende Personen beträgt (Jahr 2009) CHF 115.– für Alleinstehende, resp. CHF 171.– für Ehepaare.

Wie wird das Vermögen angerechnet?
Die noch immer verbreitete Meinung, dass erst ein Anspruch auf Ergänzungsleistungen besteht, wenn das gesamte Vermögen aufgebraucht ist, trifft nicht zu. Es gibt einen Vermögensfreibetrag für Alleinstehende von CHF 25'000.–, resp. für Ehepaare von CHF 40'000.–, welcher nicht angetastet werden muss. Von den über den Freibetrag hinausgehenden Vermögenswerten wird im Kanton Basel-Stadt ein sogenannter Vermögensverzehr von 1/10 pro Jahr für Altersrentner/-innen resp. 1/15 für Personen mit einer Hinterlassenen- oder einer IV-Rente berücksichtigt.

Für Altersrentnerinnen und -rentner in Heimen und Spitälern beträgt der Vermögensverzehr 1/5.

Was müssen Sie tun?
Für Anträge von Einwohnern/-innen der Stadt Basel ist das Amt für Sozialbeiträge, für Personen aus Riehen und Bettingen die Gemeindeverwaltung »
Riehen zuständig.

Bitte melden Sie sich telefonisch und vereinbaren Sie mit der für Sie zuständigen Person einen Termin. Damit Ihre Anspruchsberechtigung geprüft und die Höhe der Leistungen bestimmt werden kann, sind verschiedene Unterlagen erforderlich. So müssen laufende Einnahmen, allfälliges Vermögen und bestimmte Ausgaben belegt werden. Ihr Ansprechpartner, Ihre Ansprechpartnerin wird Sie auch gerne telefonisch über die konkret erforderlichen Unterlagen informieren.

Das tired.ch-team freut sich, wenn Sie uns ergänzende Adressen und Hinweise senden. Kontakt