Einige Zahlen betreffend CFS aus den USA

  • Das Chronic Fatigue Syndrom bewirkt hohe wirtschaftliche Kosten (20 Milliarden Dollar pro Jahr) und ist relativ häufig, ein bis 4 Millionen in den USA. Nur ca. 20 % der CFS-Erkrankten erhalten die richtige Diagnose, und es ist eine Behinderung in hohem Grade: das heißt, es ist ein chronischer und oft lebenslanger Zustand, aber wurde fast vollständig von der Bundesregierung ignoriert. 
  • Das Chronic Fatigue Syndrome betrifft mehr Menschen (1-4'000.000) als Brustkrebs, AIDS und Multiple Sklerose zusammen (570'000), erhält aber weniger als 1/10 von einem Prozent der Mittel die die anderen Krankheiten erhalten (3.900.000.000 Dollar).
  • Das Chronic Fatigue Syndrome bewirkt höhere wirtschaftliche Kosten als Asthma, erhält aber etwa 60 mal weniger Forschungsgelder (Asthma 250 Millionen).
  • Bei der Bewertung von über 206 der 214 Krankheiten, Erkrankungen und Bedingungen, finanziert vom National Institute of Health, ist das Chronic Fatigue Syndrome in der Liste der Fördermittel der Regierung der USA nahezu am Ende aufgeführt.
  • Einige Krankheiten, die weniger als 50.000 Menschen betreffen erhalten wesentlich mehr Forschungsgelder als das Chronic Fatigue Syndrom.
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Die Strategie von Betroffenen in der Schweiz muss sich ändern: Wir denken, genauso wie die Autoren des Berichts auf der Seite "about ME/CFS", dass wenn das Bundesamt für Gesundheit keinen Druck durch uns CFS-Erkrankte erhält, werden weder Forschungsgelder zur Verfügung gestellt, noch das CFS/ME als Realität anerkannt. 

Laut einem
Bundesgerichturteil vom April 2008, sind CFS und Neurasthenie den somatoformen Störungen zuzurechnen und gehören in den gleichen Syndromenkomplex wie Konversionsstörungen, Somatisierungsstörungen, Schmerzstörungen, Hypochondrie u.a.m.

Das Ziel muss sein, dass das Bundesamt für Gesundheit unsere Krankheit endlich als körperliche Krankheit anerkennt, Forschungsgelder zur Verfügung stellt und mit internationalen Wissenschaftlern auf diesem Gebiet zusammengearbeitet werden kann.

Uns vom tired Team ist es bewusst, dass bis anhin in dieser Richtung in der Schweiz kaum etwas geschehen ist. 

Wir machen uns Gedanken, welche Aktionen mit unseren eingeschränkten Ressourcen möglich sind um auf unsere Krankheit und Situation aufmerksam zu machen. Sollten Sie als Leser Möglichkeiten sehen, wie man dieses Ziel erreichen kann, oder auch selbst die Kapazität dazu haben, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf.

Verfasst vom tired.ch - Team, Dezember 2009