Anmeldung bei der IV

Leider müssen wir Sie darauf hinweisen, dass seit dem Bundesgerichtsurteil vom April 2008, geringe bis gar keine Aussichten bestehen, eine IV-Rente mit der Diagnose CFS zu erhalten. Selbst Anwälte von Procap weisen auf diese Schwierigkeit hin.

Die Forschung zeigt zunehmend deutlich, dass CFS keine primäre psychiatrische Krankheit ist, selbst wenn begleitende psychiatrische Symptome vorliegen mögen. Die Weltgesundheitsorganisation hat ME/CFS als
neurologische Erkrankung klassifiziert ( ICD-10: G 93.3).

Dennoch bestimmt das Bundesgericht mit seinem Urteil vom 14. April 2008, dass CFS in den gleichen Syndromenkomplex
wie Konversionsstörungen, Somatisierungsstörung, Schmerzstörung, Hypochondrie u.a.m. gehören. Dass Richter vom Bundesgericht diese schlussendlich medizinische Entscheidung mit weitreichenden Konsequenzen für alle Neu-Betroffenen getroffen haben, erschüttert uns.
Leistungen
Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung haben versicherte Personen, die aufgrund einer Beeinträchtigung ihrer körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit auch nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ganz oder teilweise erwerbsunfähig sind. Ausschlaggebend ist nicht die Arbeitsunfähigkeit im bisherigen Beruf, sondern die Erwerbsunfähigkeit in jeglichem zumutbaren Aufgabenbereich.
Die Leistungen unterteilen sich in Massnahmen der Frühintervention, Eingliederungsmassnahmen und Geldleistungen.  
Frühintervention Gesundheitliche Probleme können sich sehr schnell chronifizieren. Die IV-Stelle Basel-Stadt reagiert deshalb nach der Anmeldung sehr schnell und erarbeitet zusammen mit der versicherten Person und den beteiligten Akteuren einen verbindlichen Eingliederungsplan für die Frühintervention. Das Ziel besteht darin, dem drohenden Verlust des Arbeitsplatzes entgegen zu wirken, oder falls die Stelle bereits gekündigt wurde, die versicherte Person an einer neuen Stelle rasch wieder einzugliedern. Weitere Informationen  
Eingliederungsmassnahmen Menschen mit gesundheitlichen Problemen sollen weiterhin ihrer Erwerbstätigkeit oder ihrer Tätigkeit in einem Arbeitsbereich wie zum Beispiel dem Haushalt nachgehen können. Die IV-Stelle Basel-Stadt unterstützt sie dabei mit Eingliederungsmassnahmen. Diese Massnahmen haben zum Ziel, die Erwerbsfähigkeit zu erhöhen und die versicherte Person am bisherigen oder einem neuen Arbeitsplatz einzugliedern. Die Eingliederungsmassnahmen unterteilen sich in Berufliche Massnahmen, Integrationsmassnahmen und Medizinische Massnahmen. Während der Durchführung haben versicherte Personen Anspruch auf Hilfsmittel, Taggelder und die Vergütung von Reisekosten. Weitere Informationen  
Geldleistungen Die IV-Stelle Basel-Stadt erbringt Geldleistungen in Form von IV-Renten, Hilflosenentschädigungen und Taggeldern. IV-Renten sollen die Existenz der versicherten Person sichern, wenn Eingliederungsmassnahmen nicht oder nur teilweise erfolgreich waren und keine Aussichten mehr auf eine Erhöhung der Erwerbsfähigkeit bestehen.
Für die Berechnung der IV-Renten ist die Invalidität massgebend. Dabei handelt es sich um einen ökonomischen Begriff. Die IV-Stelle Basel-Stadt bemisst den Grad der Invalidität, indem sie die erzielbaren Erwerbseinkommen mit und ohne Gesundheitsschädigung einander gegenüber stellen.
Weitere Informationen  
Ergänzungsleistungen Versicherte Personen, die von der IV-Stelle Basel-Stadt Geldleistungen erhalten, haben Anspruch auf Ergänzungsleistungen zur Sicherung eines Mindesteinkommens. Es handelt sich dabei um Geldzahlungen, welche die Differenz zwischen dem tatsächlichen Einkommen und einer bestimmten Einkommensgrenze ausgleichen. Ein Gesuch für Ergänzungsleistungen kann bei der AHV-Zweigstelle des Wohnortes oder bei der kantonalen Ausgleichskasse angemeldet werden.

Ergänzende Angebote für Menschen mit Behinderungen
Organisationen der privaten Invalidenhilfe Private Fach- und Selbsthilfeorganisationen bieten spezialisierte Dienstleistungen und Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen an. Grosses Gewicht legen sie auf die Beratung und Betreuung der Personen mit Behinderungen und ihrer Angehörigen. Darüber hinaus organisieren die Fach- und Selbsthilfeorganisationen Weiterbildungs-, Sport- und Freizeitkurse sowie Transportdienste.
Institutionen für Menschen mit Behinderungen Für Menschen mit Behinderungen gibt es zahlreiche Ausbildungs- und Eingliederungsstätten zur Schulung und beruflichen Ausbildung. In Dauerwerkstätten, Beschäftigungswerkstätten und Wohnheimen, die von den Kantonen finanziert sind, können Menschen mit Behinderungen wohnen und einer sinnvollen Tätigkeit nachgehen.
Anmeldeformular
Sie können das Anmelde-Formular direkt online ausfüllen,danach ausdrucken und per Post an die oben im Formular angegebene Adresse senden.
Im Online-Formular, direkt unterhalb des violetten Streifens, können Sie den Kanton (orange unterlegt) anhand eines Drop-Down Menus wechseln.

Eine
Checkliste zur Anmeldung und dem weiteren Verlauf finden Sie hier.

Andere
Anmeldeformulare

Weitere Links:
IV Basel
IV Bern

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